Inneres Kind

Inneres Kind

Kleines Menschlein, hast so viel vergessen,
hast so vieles in dich reingefressen.
So viele Dinge sind geschehen,
doch keiner hat in dich reingesehen.

Kleines Menschlein, hast alles vergraben.
Hast dich gebeugt, die Angst vorm Versagen.
So oft angepasst, an die anderen Leute,
so oft warst du leichte Beute.

Kleines Menschlein, hast aufgehört zu träumen,
die Anderen sagen, so wirst du versäumen,
zu leben und geben und sein wer du bist,
kleines Menschlein, wirst heut noch vermisst.

Kleines Menschlein, vergrub sich ganz tief,
nahm alles mit sich und schlief und schlief.
Verschlossen wurde alles ganz fest.
In tausenden Kisten und Truhen
sollte alles ruhen.

Dann war lange alles grau,
kleines Menschlein war nämlich schlau.
Hörte einfach auf zu sein,
es regierte nun der Schein.

Alle anderen waren froh,
war´s doch immer, immer so
lustig und glücklich und ohne Sorgen,
freute sich auf jeden Morgen.
Keiner kannte es genau,
kleines Menschlein war nämlich sehr schlau.

 

Doch kurz vor dem Tod,
da erwachte es wieder,
was war denn mit dem großen Menschen los?

 

Beschloß einfach nach unten zu gehen
und nach dem kleinen Menschlein zu sehen.
Öffnete einfach ohne zu fragen,
Kisten und Truhen und alle Schubladen.

Kleines Menschlein war richtig erschrocken,
sollte es doch nicht für immer im Dunkeln hocken?

All das Schlimme was da war,
wurde sortiert, wie wunderbar.
Es wurde wieder kommuniziert,
damit der kleine Mensch seine Angst verliert.

Damit er sich wieder erlaubt zu träumen
und er sein kann,
ohne Zwang.

Es ist ein langer Weg zu den Sternen,
kleines Menschlein muß vieles wieder lernen.

Doch da gibt es die Hoffnung,
die es begleitet
und das Licht im Dunkeln,
das es leitet.

Kleines Menschlein wird langsam groß,
denn es darf alles sein,
nur kein Schein.

3 Kommentare zu „Inneres Kind“

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